2015

Noch immer habe ich eine Handvoll abgelaufener Farbfilme vorrätig und das Gefühl wächst, dass mit jedem belichteten Film ein neuer unbelichteter hinzu kommt. Aus mir unerfindlichen Gründen. Als hätte ich eine Mary Poppins Tasche, aus der ich ständig etwas Neues hervorziehe. Vielleicht finde ich sogar innerhalb der nächsten Wochen einen A3 Fotodrucker und endlich ist das leidige Thema Foto einschicken, bestellen, liefern lassen beendet. Endlich werde ich flexibler mit Papier, Zeiten und Experimenten sein, ohne an Qualität einbüßen zu müssen. Geplant ist auch ein Fotobuch selbst zu binden, wo ich die Drucke so dementsprechend individuell vorbereiten kann, aber alles zu seiner Zeit …

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Die für das Jahr 2015 vorgenommenen Projekte sind bis auf die Website nur bedingt abgeschlossen. Auf der anderen Seite hat sich vieles geklärt, geordnet oder wurde bewusst zur Seite gelegt, um mit anderen Dingen intensiver vorwärts zu kommen. Und doch fühle ich mich, als hätte ich viel zu wenig geschafft. Als wären die Blogbeiträge mehr und mehr geschrumpft und mit immer größeren Abständen publiziert worden, als hätte mich die Flut der Bilder, die sich mit den Jahren auf der Festplatte angesammelt haben, überschwemmt und noch immer habe ich keine Inseln für sie gefunden. Chaos könnte mein zweiter Name sein. Improvisation mein erster. Weit kommt man damit nicht.

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Mit der Zeit lerne ich, besonders in diesem Jahr, meine Arbeitsweise meinem Charakter anzupassen, so schräg sich das auch anhört, und all meine Macken und Fallen, die ich mir im Laufe verschiedenster Projekte selbst gestellt habe, zu akzeptieren und das Positive daraus zu ziehen. Für mich ist es ein großer Schritt, an dem ich noch weiter arbeiten werde. Muss. Will.

2016 hat noch nicht begonnen und doch spüre ich schon jetzt eine gewisse Vorfreude. Warum? Weil ich den Artikel schreibe und er mich dazu gebracht hat. Wörter sind etwas Wunderbares, denen ich in den letzten Monaten viel zu wenig Raum auf Papier gegeben habe. Das werde ich ändern. Gerade, wenn sich Wochen wie Minuten anfühlen und Veränderungen jeden Tag passieren.

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fotografien © anette siegelwachs, 2015

 

Über anette

photo artist & dreamer

8 Kommentare

  1. Liebe Anette,
    auch mich hat dein Beitrag mitgenommen und deine Vorfreude auf 2016 hat mich angesteckt.
    Es ist gut, wenn du dein eigenes Tempo findest. Auch ich bin immer dabei, mir zu überlegen, was mir wichtig ist und was ich streichen kann.
    Liebe Grüße und eine schöne Vorweihnachtszeit für dich und deine Familie von Susanne

    • Liebe Susanne,
      ganz lieben Dank! Auch dir und deinen Lieben eine schöne Vorweihnachtszeit! Für mich ist diese Zeit oft mit viel Ruhe und Gemütlichkeit verbunden und es tut gut noch einmal ganz entspannt über das Jahr nachzudenken und sich für das kommende vorzubereiten. Ideen festhalten, überlegen, welche im Vordergrund stehen und wohin es im neuen Jahr gehen soll. Man lernt nie aus, wie und in welchem Tempo es am besten ist, seine Projekte umzusetzen.
      Liebe Grüße, Anette

  2. Yes, time seems to speed up sometimes. A book would be great. Lovely images, Anette.

  3. A fine portfolio of work Anette and what a big year for you.

    (Hope you do go ahead with a book!).

  4. Beautiful words and photographs, Anette.
    I love that blowing red ribbon, it’s very poetic.

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