Farbensalat

Aus dem 24er Farbfilm, der in der Spülmaschine landete (langer Waschgang), sind genau zwei Aufnahmen etwas geworden und davon auch nur Bildausschnitte. Der Rest bleibt ein undefinierbarer Farbensalat, der zwar nett anzuschauen ist, mehr aber auch nicht. Vielleicht hätte es geholfen, wenn ich den Film anstatt der normalen Filmentwicklung hätte crossen lassen, jedoch gefallen mir die Bonbonfarben nicht, die dadurch entstehen. Vielleicht hätte es auch geholfen, wenn der Film nur kurz in die Spülmaschine gelegt worden wäre oder …

Schade ist es sicherlich, dass ich den Großteil der Motive nicht mehr erkennen kann, da das ein oder andere bestimmt interessant geworden wäre, aber so vergnüge ich mich eben mit der Erfahrung und den beiden Bildausschnitten.

*

Da es mich bei einem der Bilder mehr gereizt hat, mich von den Farben zu lösen und das Motiv neu wirken zu lassen, entschied ich mich hier für die Schwarzweißvariante. (Beide Bilder könnt ihr mit einem Klick in Groß anschauen.)

fotografien © anette siegelwachs

Interessant können die entstehenden Effekte sicherlich werden und so manches Motiv „aufpäppeln“ bzw. vollkommen neu wirken lassen. Doch für mich gilt hier dann eindeutig die Faustregel, weniger ist mehr. Je mehr Bildfehler, desto schlichter und ruhiger sollte das Motiv sein.

Über anette

photo artist & dreamer

6 Kommentare

  1. I really like the ghostly psychedelia of the first shot – sounds like a fascinating and hilarious technique!

    • It is, but it can damage your entire analog film. You never know if you recover your motif after developing or you just have to enjoy a crazy world of colors and spots. Anyway, it’s great to hear that you enjoyed the first shot!

  2. Beide sind wunderschön! Tolle Idee! Sollte ich vielleicht auch mal mit Gemälden versuchen :-) – viele Grüße Tanja

    • Das wäre ja spannend! :)
      Freut mich, dass dir die Aufnahmen gefallen! Leider ist der Rest des Films ja unbrauchbar, aber ohne Experiment, keine neuen Erfahrungen ;)
      Liebe Grüße, Anette

  3. Also ich find das erste, bunte Bild ja auch sehr toll, aber es ist natürlich schade, wenn die Ausbeute so gering ist bzw. die Bedingungen sich so schlecht kontrollieren lassen. Da hilft vermutlich nur viel Geduld oder auch einfach nur viel mehr Experimente :)

    Ich hab am Wochenende so gedacht, ich versuche es jetzt erstmal mit dem Bearbeiten/Zerstören von entwickelten Negativen. Habe gerade noch 2 Filme aus einer Einweg- und einer Testkamera herum liegen, die wäre ich bereit zu opfern und mit der Chemiekeule zu bearbeiten. Mal sehen, was dabei herauskommt :)

    • Klasse! Das hört sich ja super an! Da die Chemie bei mir gezwungenerweise gestrichen wurde, müssen hier andere Experimente herhalten ;)
      Ich bin auf jeden Fall sehr auf deine Erfahrungen und Bilder gespannt!

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