Memories

Über das Projekt

Erinnerungen verfliegen, entwickeln sich neu und verändern sich im Laufe der Zeit, ohne dass man es möchte. Sie sind frei, tun was sie wollen und zeigen sich oft nur noch stückweise oder unscharf. Parallelweiten entstehen und die Gegenwart wird zur Vergegenwart. Die Vergangenheit trifft auf das Jetzt und wird gegenwärtig. Erinnerungen rütteln uns auf, lassen uns längst vergessene Dinge wieder sehen, die uns einst so wichtig waren oder so bedeutend. Emotionalität und Chaos vereinen sich. Bilder treiben vor unseren Augen, nicht fassbare und sich ständig verändernde Momente, Gegenstände, Lebensabschnitte bilden die Schatten des Alltags. Die gewohnte Ordnung fällt in sich zusammen und wird neu belebt. Die Erinnerung erwacht und lebt mitten unter uns.

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Das Thema fotografisch darzustellen bedeutet selbst einzutauchen und seine Erinnerungen treiben zu lassen. Wo setzen wir an, wo beginnt unsere Erinnerung und was sehen wir, wenn sie sich uns zeigt? Wo führt sie uns hin? Erinnerung lässt uns assoziieren, Dinge ganz individuell verfremden und auf diese Weise eine Nähe zu ihnen schaffen. Der Baustein des Projektes bilden eine Serie aus Bildsequenzen, in denen die Realität (Kontrolle, Kopf) und die Erinnerung (Emotion, Herz) eng miteinander verwoben sind und eine eigene Geschichte erzählen, die vom Betrachter neu interpretiert werden kann. Das Ziel ist es, beim Betrachter einen eigenen Prozess der Erinnerung entstehen zu lassen und so die oben genannten Fragen wieder neu aufzuwerfen und beantworten zu können. Ein weiterer Projektansatz ist das Element Wasser, das häufig in den Bildsequenzen auftaucht, ohne sich jedoch zu zeigen. Wasser ist Leben, es ändert sich ständig, fließt, gleitet durch die Finger, ohne dass wir es halten können, wie die Erinnerungen, die sich für kurze Momente zeigen und uns neues Leben einhauchen. Aber was passiert, wenn wir sie nicht mehr haben?

(Textausschnitte aus der Projektbeschreibung. Projektzeitraum: Februar – April 2014)

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Erinnerungen – Leben und Vergehen

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fotografien (21x30cm) © anette siegelwachs, 2014

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Über anette

photo artist & dreamer

18 Kommentare

  1. Wunderbare Bilder. Schwer zu sagen, welches mich am meisten anspricht. Wobei: Das vorletzte hat es mir schon ganz besonders angetan. Darin finde ich alle im Text beschriebenen Aspekte in sich vereint…

    • Vielen Dank, Pagophila! Das ist wirklich interessant, eine ähnliche Rückmeldung habe ich auch bekommen, als ich die gedruckten Bilder gezeigt habe. Ich freue mich sehr, dass dir die Serie gefällt!

  2. Brilliant. Subtle and delicate balance in memories and thoughts and images.
    Very emotional, anette.

    • Thank you so much, Karen! This project was absolutely fascinating to work with. Well, it was difficult to make „the right shot“, combined with the concept, but I really enjoyed the task. Hopefully, I can keep on working in this subject.

  3. Grandios schöne Aufnahmen!

  4. Love the one in the tub…the hand…are you doing the developing at home? darkroom? ( I have missed that info sorry) great post!

    • Thank you, Belinda! This series I had printed on Crystal Archive Paper. Regularly, I prefer Hahnemühle prints with texture, but the Fuji Paper is really nice for first prints. Because of the missing time and the use of chemicals I stopped developing prints in the darkroom for a while and scanned the film negatives. Well, but this is just a short „darkroom-break“ and I still use the darkroom at home for all black-and-white film negatives.

      • Aha! Ok, scan…Fuji Paper…Great to have the possibility to do all that at home. Lucky you.
        Thanks for the reply!

      • Be welcome. I usually let print the photographs in a specialized shop. I seldom use my old printer at home, but that’s just for experiments. Maybe one day I can do everything at home :)

  5. these are wonderful. It’s so difficult, I think, to represent memory photographically. Memories are so fleeting and indefinable. I love the simplicity of the images, which show great sensitivity.

    • Thank you, Emily. Indeed, when I started asking myself how could I express memories with the camera I didn’t find a proper answer. The more I thought about it, the less I was able to take pictures. The only chance for me was experimenting, practicing and surprising myself with the results obtained. During that process I got the idea of showing memories in a different way than double exposure. The hardest thing for me was giving myself enough time to experiment and avoid over-thinking things.

  6. Dealing with memories can be very difficult but you managed it well. And yes, I like the parallel with water, no water no life, no memories no (real) life. Memories are like dreams, difficult sometimes to combine with reality but without them our life would be …empty.
    robert

  7. Both sensitive in its beauty and gut wrenching in its feeling of loss. A powerful series Anette. Beautiful.

  8. It’s a potent cocktail and this series is like poetry breaking through into the everyday world.

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