Gedanken zum annenieannenou KurzFilm

Wie lange ich nicht mehr dazu kam, einen Kurzfilm zu produzieren, ein Script zu verfassen, ja mir überhaupt Ideen für eine Geschichte zu entlocken! Gebremst von anderen Dingen, von fehlenden Förderungen, dem Equipment und hauptsächlich vom eigenen Kopf, der sich mit so vielen anderen Themen auseinandersetzte, was mich sicher unglaublich erfüllte und wichtig war, und doch … es fehlte mir etwas, wie so oft, wenn ich mich zu stark nur auf einen Bereich von annenieannenou film konzentriere. Hinzu kam Unzufriedenheit kein Drehbuch verfassen zu können und Angst davor, wie es bei der Umsetzung werden würde. … Jetzt, im neuen Jahr, möchte ich mich von diesem Gedankenwulst endlich losreißen und mir wieder Zeit nehmen, Zeit für einen Kurzfilm, und auch in diesem Bereich vorwärts gehen. Ich möchte noch sehr viel mehr schaffen als A moeda!

Wer sich nicht ausprobiert, bleibt stehen.

Lange habe ich überlegt, sehr lange, mit welchem Equipment ich eigene Projekte weiter voran treiben und umsetzen kann. In der Zwischenzeit hatte ich mir die Panasonic GH2 für kleine Filmprojekte geholt und trotz dem Wunsch in Zukunft in Richtung 16mm Film zu gehen – ohne je mit Film gearbeitet zu haben -, kehrte ich zum Anfang zurück, meinen anfänglichen Überlegungen vor fast zwei Jahren, zurück zur MiniDV. Verrückt, wie man doch ab und an im Kreis rennt, seinen Weg aufbaut, um mit neuen Erfahrungen und Wissen zum Ursprung zurückzukommen, naja, zumindest bildlich gesehen, philosophisch oder doch auch ein wenig realistisch betrachtet.

16mm, ein Traum, der letzten Endes ein Traum bleibt. Unabhängig davon, dass die Materialien und die Produktion kostentechnisch für mich ein purer Wahnsinn ohne ausreichende Förderungen sind, ein Jammer ist das!!, traf ich schon jetzt auf die Grenzen überhaupt noch 16mm Filmrollen kaufen zu können. Wie entwickelt sich das Ganze also in naher Zukunft? Meine Entscheidung fiel daher schweren Herzens gegen eine alte 16mm Filmkamera, so sehr ich es mir gewünscht hätte. MiniDV hingegen wird uns sicher noch eine ganze Weile erhalten bleiben und warum, zum Teufel, sollen wegen HD plötzlich die ganzen Topp-Kameras verdrängt werden? Sicher, HD ist eine Liga, die zweifellos fantastische Bilder macht, ein unglaublicher Entwicklungsschritt nach vorne, doch wie auch beim Fotografieren merke ich, es ist nicht meins. Zu scharf, zu flach, zu …. fehlerlos. Ich liebe Macken, ich liebe Haken, ich liebe Stolperfallen, naja, nicht die ganze Zeit ;-) Für mich schaffen sie eine ganz eigene Persönlichkeit, was mir in meinen Fotografien, Texten und Filmen besonders wichtig ist.

Schließlich wurde ich heute aktiv und griff zur Panasonic DVX100BE, der guten alten Kamera für Indie-Filmproduktionen mit kleinem Budget, deren Aufnahmen dem 16mm Film weitaus ähnlicher sind als manch andere Kameras und ich habe das Gefühl, es geht voran, ich fühle ein Prickeln im Bauch, im ganzen Körper, erste Ideen kommen, eine ungebremste Vorfreude. Bloß nicht daran denken, ob etwas nicht klappen, ob etwas falsch laufen könnte. Zugegeben, glücklicherweise bin ich blond und daher sind mir all diese Gedanken vollkommen wurscht fremd.

Über anette

photo artist & dreamer

18 Kommentare

  1. Viel Erfolg bei der Verwirklichung deiner Ideen!

  2. Ich wünsche dir auch viel Erfolg – in Bewegung bleiben ist immer gut…. LG Susanne

    • Vielen lieben Dank, Susanne! Bewegung bringt wieder neue Ideen, die sich zu Projekten formen, die wiederum neue Chancen eröffnen können. Also am Ball bleiben ist das A und O :-)

      LG
      Anette

  3. Na, dann mal los!!!! Wir sind gespannt. 2013 MUSS einfach ein gutes Jahr werden, wegen der 13. Ist doch ne tolle Zahl. Da KANN GAR NICHTS SCHIEF GEHEN!!!! Lass die Ideen raus und wisch die Gedanken weg. Die kommen später dran, zum ÜBERdenken, wenn schon was aus den Ideen geworden ist, sonst erschrecken die sich nur und kommen gar nicht erst.

    • Das denke ich auch! 2013 wird ein gutes Jahr :-) und deshalb Ärmel hochkrempeln und los gehts!
      Ich schicke dir viele Grüße nach Spanien und wünsche dir alles Gute für deine/eure Projekte!

  4. JOLOMY

    Eine gute Photographie startet mit der Synthese über den Sinn und die Absicht des Lichtbildners, gefolgt von weiteren schöpferischen Überlegungen, die mit der Belichtung ihren technisch handwerklichen Abschluß findet.

    Beim Filmen ist i.d.R. noch die Filmlogik zu gestalten und ein sorgfältiger Schnitt des Materials unerläßlich, was die Komplexität empfindlich steigert – das Skript, die Regie und der (Ton) Schnitt kennzeichnen die Umsetzung der eigentlichen Filmidee!

    Die kreative Pianistin macht die Musik – und nicht der Konzertflügel oder sonstiges „professionelles Equipment“ …

    • Fotografie, Film und Musik sind persönliche und sinnliche Ausdruckswerke, die auf ihre individuelle Weise voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern. Gerade, da jedes Werk wieder andere Vorgehensweisen und Schwerpunkte hat, unterschiedliche Gesichtspunkte gesehen werden müssen, die letzten Endes das eigene Bild, die Kreativität und das fachliche Können schrittweise erweitern und positiv stärken. All das sind Bereiche, die nur funktionieren, wenn man sie wirklich (durch)lebt. Unabhängig des Equipments. Danke für deine Rückmeldung, Jolomy!

  5. Das finde ich eine super Idee, liebe Anette. Nachdem ich ja schon zwei Kurzfilme von dir kenne, habe ich mir immer gewünscht, wieder was von dir zu sehen. Ich bin schon sehr, sehr gespannt, was es sein wird. LG aus Phnom Penh, Sabine.

    • Das ist ja schön zu hören! Vielen Dank, Sabine für deine lieben Worte und Grüße! Ich habe die Arbeit an einem Kurzfilm auch wirklich vermisst und freue mich schon, wenn es losgehen kann. Bis dahin gibt es aber noch einiges zu tun ;-)

      Liebe Grüße,
      Anette

  6. „Ich liebe Macken, ich liebe Haken, ich liebe Stolperfallen….“

    very important words.

    • Thanks for commenting, John. You can always learn even from your mistakes ;-)
      I like leaving some room for imperfection, which leads me to learn even more from time to time.

  7. I have to agree with Jolomy here „…Die kreative Pianistin macht die Musik – und nicht der Konzertflügel oder sonstiges “professionelles Equipment” …“ Don’t let the equipment dictate what you want to say!!!!

    • Yes, the statement is absolutely correct. The equipment might cause a powerful feeling, like motivating you to try something else, yet the most important thing remains your idea, your passion and your personal way to tell your story. Sometimes, I have to keep that in mind. Thank you for sharing your opinion, Christian!

      • Hey Annette – just want to make sure that you don’t think my statement was in any way a critique of what you were saying about wanting to work with film. I totally understand that – I just wanted to nudge you a bit to encourage you to not become too despondent about the fact that you might not be able to do it! :)

      • Thank you, Christian for your explanation. Your comment was absolutely fine. Don’t worry about a thing. I love dreams, I love dreaming, but there is one thing I love above all, which is working with almost nothing but my hands and passion. That’s the way I am. ;-)
        I’m just loving the inspiration from my dreams, even the most extraordinary ones. I don’t mind running against a wall from time to time. Sometimes, that even pushes me forward and I have to reconsider everything, assessing some changes, until I snap out of it and turn to new ideas and try to make my dreams come true with all I’ve got to give.

  8. In Richtung Film kenne ich mich ja gar nicht aus. Aber ich denke, wenn das Ding ein Video halbwegs vernünftig aufnehmen kann, wirst du schon etwas daraus machen! :)

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