Dunkelkammer, die erste!

Es ist soweit. Rotes Licht statt Sonnenstrahlen. In der Nase klebt ein fein säuerlicher Geruch, der mich ab und an auf den Balkon jagt. Frische Luft. Genossen habe ich die erste und beginnende Reise „back to the roots“ trotzdem in vollen Zügen und vergaß die Zeit komplett.

Einige Wochen ist es inzwischen her, als ich nach langer Zeit wieder den ersten Schritt in die Dunkelkammer wagte.

Nach nur wenigen Entwicklungen siegte meine Neugier und ich begann mit den Belichtungszeiten zu spielen, den Kontrast mit dem Mischkopf zu verringern/verstärken und den Ausschnitt zu verändern. Was für eine gigantische Bandbreite an Gestaltungsmöglichkeiten es gibt! Besonders interessant auch das Neigen des Gerätekopfes … Das Schönste jedoch war, die Bilder, die eigenen Entwicklungen, in den Händen zu halten.

Welch handwerkliche Magie, die viel Zeit, Ruhe und Geduld an der Arbeit im dunklen Kämmerchen benötigt. Hier ein kleiner Ausschnitt der letzten Entwicklungen.

Film: Ilford Delta 400, Ilford HP5 Plus ISO 400,  efke R100 ISO 100

Kamera: Welta Welti, Hasselblad 500 C/M

Negativentwicklung: Caffenol C-M und C-H (Jodsalz statt Kaliumbromid)

Zu Caffenol: Schnelle Übersicht und mehr

Positiventwicklung: ADOLUX, ADOX

Papier: Formaspeed Variant (super für Neustarter), Ilford: Multigrade IV 44M 

Vergrößerer: Durst M605 Color

10 Kommentare zu „Dunkelkammer, die erste!

  1. Zu sehen, wie ein Bild sich so langsam heraus … bildet, ist schon etwas besonderes.

    Das Bild mit dem Fenster ist schon eine Herausforderung durch die starken Kontraste. Ist schön stimmungsvoll geworden.
    Liebe Grüße,
    Stefan

    1. Ja, das Foto ist wirklich eine Herausforderung und hier werde ich noch weiter probieren. Sicher kommt da noch die eine oder andere Schablone zum Einsatz ;-)
      Freut mich sehr, dass es dir gefällt!
      Liebe Grüße,
      Anette

    1. Danke, Gilles! Das freut mich sehr! Ich bin auch schon gespannt ;-)
      Vielen Dank dir nochmal für deine hilfreichen Dunkelkammer-Tipps! Haben mir sehr geholfen.
      Liebe Grüße, Anette

  2. Oh-ja, an den speziellen Geruch kann ich mich auch noch sehr gut erinnern!
    Aber es erfüllt mit großer Zufriedenheit, seine Werke im Anschluss in den Händen zu halten, nicht wahr?

    Viel Spaß weiterhin beim Ausprobieren!

    Papagena

    1. Es ist gar nicht schwer, das Problem ist nur die Zeit, die man dafür braucht. Auch einen geeigneten Platz zu finden … Alles andere ergibt sich im Tun, nachdem man wenige Grundregeln des Entwickelns befolgt.
      Freut mich, dass es dir gefällt!!

    1. Thank you, John, I’m glad you liked it! Working in the darkroom is really wonderful. I also started developing with Caffenol, it’s fantastic. The images are getting the looks of early photography. I shall post more soon …

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