Welta: Erste Testbilder

Abgesehen von der Schwierigkeit die korrekte Schärfe einzustellen muss ich sagen, dass ich von den Bildern positiv überrascht bin. Zugegeben, wie im letzten Artikel Zurück in die Vergangenheit:Welta Welti schon beschrieben, habe ich bei den ersten Versuchen so einiges falsch gemacht und zwei Bilder hatten sich sogar übereinander gelegt (hier hatte ich das eine oder andere Mal vergessen den Film weiterzudrehen). Vielleicht ein interessanter Effekt … ein Fuß im Gesicht ist jedoch nicht wirklich die schönste Mischung …

Sobald ich etwas Zeit finde, werde ich mit einer offeneren Blende (ab 5.6 bis 2.9) in die zweite Fotorunde starten. Wer weiß, vielleicht kommt auch, um sicher zu gehen, ein Lineal für die Schärfemessung hinzu. Ha, die guten, altmodischen Techniken! Na, ob das besser klappt?

Letzten Endes ist die Arbeit mit analogen Kameras jedoch ziemlich kostspielig. Leider. Gerne würde ich auch in s/w fotografieren, allerdings sind hier die Preise für die Entwicklung um einiges höher und eine Dunkelkammer wie ein Filmscanner liegen noch in weiter Ferne. Ein wunderbares Handwerk bleiben die alten Kameras jedoch allemal und sicher werde ich im einen oder anderen Artikel auch ein neues Bild, geknipst mit der Welta, einbringen können. Ein gewisses Etwas haben sie ja doch, die alten Bilder.

Film: Kodak / 200 / ColorPlus


Blende 8 | Belichtungszeit 100


Blende 8 | Belichtungszeit 100


Blende 8 | Belichtungszeit 100


Blende 8 | Belichtungszeit 10


Blende 11 | Belichtungszeit 300

Über anette

photo artist & dreamer

19 Kommentare

  1. Pingback: Zurück in die Vergangenheit: Welta Welti « annenieannenou film

  2. birdyfree

    Sind doch gute Bilder rausgekommen :) ich hab’s auch letztens mal mit einer analog versucht und die Ergebnisse waren nicht annähernd so schön!!

    • Danke! Irgendwie denke ich mir immer noch, dass ich ein wenig Glück hatte. Vor der Entwicklung war ich mir beinahe sicher, in ein paar Tagen kein gutes Foto in der Hand zu halten. Ich hatte einfach noch zu wenig Ahnung von der Welta. Als ich aber dann die Bilder abholte, dachte ich nur, hier wurde irgendwas verwechselt, aber nein, die Bilder hatte ich wirklich geschossen ;-)

  3. Das erste und das letzte Bild gefällt mir – der Rasen sieht wieder wie Rasen aus. ;) Einfach toll. Die anderen Fotos könnte man noch toll nachbearbeiten. Vielleicht den Konstrast und die Schärfe erhöhen.

    Liebe Grüße,
    TAnja

    • Ja, die beiden sind von den Einstellungen am Besten getroffen. Farbe, Kontrast, Schärfe. Bei den anderen gefällt mir irgendwie der alte Look, das Unscharfe, zu Helle, mit den teilweise verschmutzten Ecken. Bei einer Nachbearbeitung kann man aber sicher noch einiges rausholen, stimmt! Ich wollte nur die ersten Testbilder in ihrer ursprünglichen Form belassen, um auch zu sehen was bei der nächsten Fototour verbessert werden muss. Zugegeben, Fehler bringen einen ein ganzes Stück weiter ;-)

      Liebe Grüße und vielen Dank für deine Rückmeldung, Tanja!
      Anette

  4. thomasvanmarek

    Interessante Serie. Viele glauben immer noch das Analog ein Klacks sei. Ist wirklich ned so einfach. Danke fürs posten.

  5. Schön dass der alte Falter noch im Einsatz bleibt. Mein Favorit ist das letzte Foto der Serie. Der Bildaufbau und die Farben sind wunderbar.

    Schwarzweiss Entwicklung im Labor habe ich mal versucht, sogar bei einem auf analoge Fotografie spezialisierten Händler. Die Negative waren alles andere als gut entwickelt. Asche über deren Haupt! Ich Dich kann nur dazu aufmuntern es mit dem selber entwickeln zu versuchen. Es ist ganz leicht und man braucht nur wenig Gerätschaft. Die Kosten für die Entwicklung habe ich nie genau ausgerechnet, sollten aber je nach Chemie bei ca 50 Cent pro Film liegen. Einzige Voraussetzung ist exaktes und sauberes arbeiten.

    Alternativ gibt es noch den KODAK BW 400 CN, ein schwarz weiss Film der gleich wie die Farbfilme im C41 Prozess entwickelt und nach Wunsch gescannt wird. Ich habe den Film noch nicht ausprobiert, er soll aber sehr belichtungstolerant sein was bei einem alten Fotoapparat sicher von Vorteil ist.

    LG, Gilles

    • Ein großes Dankeschön für deine Rückmeldung und Tipps, Gilles! Vor meinem Studium hatte ich das Nebenfach Fotografie belegt und hatte hier die Chance, im Labor zu entwickeln. Wirklich eine wunderbare Arbeit, mit der man so viele Möglichkeiten hat, das Bild während des „Entstehungsprozesses“ nach eigenen Vorstellungen zu entwickeln. Genaues und exaktes Arbeiten ist mir persönlich sehr wichtig und macht mir viel Spaß. Vielleicht sollte ich wirklich mal überlegen, die alten Kenntnisse von vor so vielen Jahren wieder aufzufrischen und loszulegen. Leider fehlt mir wie gesagt noch eine kleine Kammer. KODAK BW 400 CN werde ich auf jeden Fall probieren! Ich bin sehr gespannt!

      Liebe Grüße,
      Anette

      • Es geht auch ohne ’spezielle‘ Dunkelkammer. Ich habe früher nachts in der Küche gearbeitet. War nicht ideal, aber ok (bei Bedarf einfach die Fenster temporär mit schwarzer Folie abkleben).
        Am nächsten Tag hatte ich dann allerdings das berüchtigte Rote Augen-Problem – leider im Gesicht ;-)

        Zu deinen Bildern: Es ist interessant, dass die – inzwischen ungewohnten – schwachen Kontraste jetzt wieder einen gewissen Reiz haben. Das letzte Bild mag ich sehr – es hat Kraft.

        Liebe Grüße,
        Stefan

      • Danke Stefan, das freut mich!
        Ja, die lieben roten Augen kenne ich auch. ;-) Vielleicht ist es in der Küche wirklich gar keine so schlechte Idee, ich muss einfach schauen was wie möglich ist. Glücklicherweise braucht man ja nicht so viel Platz.

        Liebe Grüße,
        Anette

  6. Analog ist wirklich nicht so einfach und wie Du sagst – sehr kostenspielig! Interessieren tut mich diese Art der Fotografie aber auch, deshalb experementiere ich bei ruhigen Situationen mit meiner DSLR öfter im manuellen Modus, wo man Belichtungs- und Verschlusszeit selber einstellen sowie mit dem Fokussierring die Schärfe bestimmen muss. Die Art der Entwicklung aber zwischen Film und Digital ist deshalb trotzdem nicht zu vergleichen …

    LG und schönen Freitag! :smile:

    • Genau richtig! Experimentieren und tun ist das Beste und Schönste! Wenn keine analoge Kamera zur Hand ist, dann eben der manuelle Modus bei der digitalen. Ich liebe es manuell zu arbeiten und habe das Gefühl, NIEMALS auszulernen und das ist wunderbar spannend!
      In der Entwicklung von Film und Digital liegen wirklich Welten. Gerne möchte ich mich in Zukunft mehr und mehr mit analoger Fotografie auseinandersetzen, ohne aber die digitale beiseite zu lassen. Beides ist auf seine Art und Weise einzigartig.
      Danke für deine Rückmeldung und weiterhin viel Freude beim Experimentieren und ein ganz schönes Wochenende!
      Anette

  7. Hallo,

    das Problem der Kostspieligkeit bei schwarzweisse Entwicklung kann man lösen wenn man ein offenes Labor findet. Zumindest mach ich das so. Ich miete mich ab und an in das Labor eines Kulturvereines ein der ein Top ausgerüstetes Schwarzweisslabor hat ( Frische Lösung, Trockenmaschinen, Filmentwicklermaschinen, Abwedelmasken usw. ), kostet mich pro Tag 20 €. Vielleicht ist das für dich auch eine Lösung.

    • Auch eine gute Idee. Ich bin gerade dabei mir die Grundbasis, an erster Stelle gebraucht, anzuschaffen. Sammelt sich doch einiges an, aber ich freue mich einfach so sehr auf die Arbeit. Da aber ziemlich wenig Platz ist, wäre es auf jeden Fall auch eine interessante Lösung ab und an in einem Labor eines Kulturvereines oder ähnliches zu entwickeln. Vom Preis sicher in Ordnung. Danke dir für den Tipp!

  8. Und du sparst dir die Entsorgung der Chemikalien. Ist ja Sondermüll und sollte echt nicht ins Wasser gelangen. Also in meinem Mitlabor ist massig Platz, konnte da schon problemlos 30/45 Abzüge machen (Kosten beim Fachlabor astronomisch) und ne nette Kneipe von der man das Essen gleich mit ins Labor nehmen kann gibt es auch. Also ich habe aus diesem Grund Zuhause nur das nötigste da um Bilder auszubelichten oder nachzubessern. Und man spart sich den Geruch in der Wohnung (obwohl ich ihn mag).

    • Ja, da sprichst du die wunderbaren Probleme der Entwicklung an. Der säuerliche Geruch, der sich ausbreitet … Die Chemikalien zu versorgen sind nicht mal schnell ab in den Abguss. Sammeln und damit zur Schadstoffsammlung. Hier wäre ein Labor sicher die einfachere Variante. Essen würde ich eher nicht im Labor, ansonsten hört es sich natürlich toll an mit der Kneipe ums Eck ;-) Meine Idee ist auch neben den Chemikalien Caffenol zu versuchen. Verrückt, aufwendig, spannend. Die Ergebnisse überraschend gut. Mal sehen, wie es funktionieren wird. Ich werde das Labor aber sicher im Hinterkopf behalten, eine tolle Sache!, nur ist es irgendwo ein Traum, auch eine eigene Dunkelkammer Schritt für Schritt aufzubauen. Somit erstmal den Geruch, den Weg zum Sondermüll und den kleinen Platz in Kauf nehmen ;-)

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