An der Zeit …

Hin und her geworfen, unsicher, ob ein Filmprojekt in naher Zukunft umgesetzt werden kann, nicht wissend, welche Möglichkeiten ein eher No- als Low-Budget Film überhaupt hergibt, lassen die Ideen auf sich warten – viel zu lange! -, was dem überdimensionalen Fragezeichen einen festen Wohnplatz schafft. Neue Projekte stehen an. Schreiben & Fotografie. Warum auch nicht? Zu tun gibt es reichlich, und, zugegeben, irgendwie gehört doch alles in einen „Topf der Kreativität“, soweit ich mir erlauben kann, mich als kreativ zu bezeichnen. Ich bevorzuge eher die Worte Leidenschaft und unzähmbares Interesse am Lernen, dass mir den Arbeitsplatz einer Künstlerin geebnet hat, der zwar brotlos, jedoch erfüllend und spannend ist. Neulich schnappte ich einen Satz in einer Dokumentation auf, der mich inspirierte, anstatt mich in die Schattenseite eines Künstlerlebens zu zerren.

„… Ich denke, ungefähr 90 Prozent der Schriftsteller würden sogar dafür bezahlen, um Schreiben zu können und wer wird schon Autor mit dem Ziel, das große Geld zu machen …“

Stimmt. Auch wenn das jährliche Einkommen rund 14.000 Euro beträgt. Was braucht man mehr? Wenn nur nicht die Krankenkasse, die Versicherungen und die nicht vorhandene, aber notwendige Altersvorsorge, der Schutz bei Berufsunfähigkeit bla, bla, bla wären. Wenn das schöne Wort wenn nicht wäre …

Ha, da koof ick mir doch lieber nur, was ich wirklich brauche und was brauch ich schon?

Sicher, wer anderes gewohnt ist, hat keine ruhige Nacht mehr. Ich schlafe gut. Verdammt gut. Winseln und jammern ist nicht meine Devise, warum auch? Wen interessiert´s? Jetzt, nach zwei Jahren Selbständigkeit ist es an der Zeit, weiter zu machen, wie bisher, und zurückzublicken. Eine kleine gedankliche Reise durch sein eigenes Leben zu unternehmen. Mein 30. Lebensjahr hat begonnen – mit einer anfänglichen Sperre die 29 zu überschreiten und das Land der Erwachsenen zu betreten. Jetzt, mit 30, sieht es gar nicht mehr so schlimm aus. Nichts hat sich verändert. Beruhigend, zäh, besch… Ich liebe es! Einzige Auffälligkeit, ich werde ruhiger und das tut verdammt noch mal gut.

Über anette

photo artist & dreamer

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